Puzzle PuzzleDoris in Ravensburginderpuzzlestadt.myevs.net | ||||
HeimurlaubWeihnachten sollte man zu Hause verbringen. Auch wenn es dieses Jahr das erste Mal war, dass meine Familie nicht komplett war, meine Schwester ist immer noch in Afrika und hat eine dreistündige Christmette mit fünfzig Taufen durchgehalten. Als ob ihr Fehlen von der Natur kompensiert worden wäre, hatten wir heute das erste Mal seit langem wieder weiße Weihnachten. Schnee so weit das Auge reicht, die Schule hat sogar schneefrei ausgerufen. Bei meiner Ankunft hatte sich das ganze schon wieder normalisiert, aber trotzdem- so viel Winter war eine Überraschung und hat mich inspiriert. Mit Schneeschuhen bin ich losgezogen und hab die Einsamkeit der Sarner Berge erkundet. Strahlender Sonnenschein und weiße Wüste, allerdings nur bis zum Gipfel, wo ich von einer Horde italienischer Touristen überrascht wurde. Um Ruhe zu finden, müsste ich wohl in der Nacht hinaufstapfen, eigentlich hätten das meine Pläne sein sollen für Silvester. Eine Freundin war weniger begeistert von der Idee und nun werden wir uns bei mir zu Hause verstecken und in Ruhe unserer Silvestermüdigkeit frönen. Mehrere Freunde wollen nach Innsbruck fahren, das größte Haus in meinem Dorf wird in eine riesige Silvester-um-die-Welt Party verwandel, aber wer will schon feiern, wenn er dazu gezwungen wird, fröhlich sein, nur weil irgendjemand irgendwann den 31. Dezember als letzten Tag des Jahres festgelegt hat, Menschen umarmen, die man 1. nicht wirklich kennt oder 2. nicht wirklich mag. Dann stoß ich doch lieber mit mir und den Sternen an. Und mit Menschen, die ich mag. In diesem Sinne Alles Liebe Doris JubiläumAlte Freundschaften soll man pflegen. Gemäß dieses Vorsatzes bin ich für ein bisschen Pflege nach München gedüst. Zwei Stunden Fahrt zu fünft in einem Smart for Four, welche Qual. Und dann vergess ich auch noch die Tasche im Kofferraum, verpasse deshalb die SBahn und warte erst mal eine halbe Stunde in der Kälte, nur um dann umzusteigen und wieder eine halbe Stunde zu warten. Aber dann endlich- Freising Bahnhof und Lenchen wartet schon auf mich. Nächstes Jahr feiern wir zehnjähriges Jubiläum, trotzdem sag ich allen, dass ich Lena eigentlich schon ewig kenne. Auf alle Fälle verbinde ich viele wichtige Jahre auch mit ihr. Also die Qual im Smart wars auf alle Fälle wert. Und wie schön ist es, mit alten Freunden in der Küche zu sitzen und Bier zu trinken. Oder durch ein vollkommen überfülltes München zu streifen, und mit der kitschigen Glühweintram zu fahren. Hier hab ich auch das einzige Foto des ganzen Wochenendes gemacht: ich und Lena in der Tram. Später haben wir noch perfekt aufeinander eingespielt Pasta für dreizehn gekocht und sind durch München gedüst. Manchmal bräuchte es ein Wochenende um sich vom Wochenende zu erholen. Alles liebe Doris es weihnachtet...Trotz schrecklichem Regenwetter, wirds langsam weihnachtlich. Gestern hat mir ein Freund noch einen Adventskalender vorbeigebracht, und in der Stadt ist Weihnachtsmarkt. Und- schwer vorstellbar, so wenig Kitsch wie am Ravensburger Christkindlesmarkt habe ich noch nie gesehen (man denke an Bozen und die wahnsinnigen Italiener). Überhaupt gibt es weniger Stände mit Weihnachtsschmuck, Socken und Handschuhen und dafür mehr Glühwein, mehr Dinnete, mehr Krautschupfnudel und mehr Maultaschen. Schwäbisches Essen ist gut, und man findet mich in meiner Mittagspause meist an einem der vielen Essensstände. Und zum Nachtisch gibts dann noch Waffeln. Ich merke immer wieder, dass Südtiroler doch überall sind. In den ersten Wochen hier in Ravensburg, hat mir eine Kollegin erzählt, dass hier am Marktplatz immer die Schwabenkinder verkauft worden wären- arme Südtiroler Bauerskinder, die durch Schnee und Sturm von Südtirol nach Ravensburg wanderten, um sich halb tot zu schuften für Unterkunft und Essen. Anscheinend gibt es immer noch eine Verbindung zwischen Südtirol und Ravensburg, in Ravensburg steht zwischen den ganzen schwäbischen Ständen ein Passeirer Stand mit Wurst und Speck, die Grödner Holzschnitzer sind auch vertreten. Und in Weingarten, am Nikolausmarkt, erzählt mir der Burgeiser hinter seinem Stand, dass gerade ein Sarner an seinem Stand vorbeigeschaut hätte. Die Welt ist klein, seine Wurzeln wird man anscheinend nicht mehr los. Ich habe auch schon brav mit Mützen stricken angefangen, bald werde ich auf Socken umsteigen, es ist doch etwas kalt hier. Alles Liebe MartinimarktLetztes Wochenende war Martinimarkt. Fahrende Händler aus der Umgebung und wahrscheinlich aus ganz Deutschland haben sich für zwei Tage auf dem Marienmarkt versammelt um essentielle Dinge an den Mann zu bringen. Daraus ensteht ein Sammelsurium an Dingen, die niemand braucht, aber die das Leben doch um so viel schöner machen: Ein Stand war spezialisiert auf bunte Bänder. Der nächste bot Nähmaschinennadeln. Dazwischen prahlten Marktschreier damit, eine neue Methode des Abflussreinigens gefunden zu haben und demonstrierten diese auch gleich. Und dann natürlich der Stand, der Küchenkleiderschürzen bot und zwar so hässlich, dass man fast versucht war, doch eine zu kaufen. Und natürlich gabs auch Essen- die Ravensburger Version des Zwiebelkuchens: Dünnete, frisch im Holzofen gebacken. Vom besten Stand hab ich leider kein Foto. Ein Stand mit karierten Flanellhemden. Und der Verkäufer passenderweise ebenfalls im karierten Flanellhemd. Ich find Martinimarkt toll :D On Arrival TrainingEigentlich nur ganz kurz, obwohl das Trainng doch so lang war. Und dennoch wie im Flug verging, zwischen Ausflügen nach Köln und Bonn, ganz viel kreativer Arbeit einem vollkommenen, deutschen Sonntag mit Kaffee und Kuchen und der ersten und wahrscheinlich einzigen International Pyjama Party. Einige Bilder: | LinksMyEVS albumCategoriesWho's nearby? | |||